«Nowitschok»-Entwickler und «Covid-Medikament»

Nach Angaben mehrerer russischen Staatmedien (ria.ru, vesti.ru, nsn.fm) soll der Entwickler der Chemiewaffe „Nowitschok“ Leonid Rink die Produktion eines Arzneimittels gegen Coronavirus und andere Infektionen planen. Das neue Medikament soll den Namen «Immophone» bekommen. Die Entwicklung basiert auf einem sowjetischen Heilmittel, das im Jahr 1967 erfunden wurde. 

Der Entwickler des Nervengiftes der Nowitschok-Gruppe behauptet, dass das Medikament nicht nur für die Behandlung von Covid-19, sondern auch bei der Schmetterlingskrankheit, Psoriasis, Allergien, Leukämie und Lungenerkrankungen verwendet werden kann. Bislang wurde das Medikament an etwa 700 älteren Patienten mit einer Covid-19 Erkrankung getestet. Schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle konnte konnten laut Leonid Rink nach Verabreichung des Medikaments nicht mehr festgestellt werden. 

«Es funktioniert gegen Viruskrankheiten und hilft bei der Reproduktion von Zellen nach einer Immunreaktion, das heißt, es verhindert einen Zytokinsturm», berichtete Leonid Rink über sein Medikament.

Nach der Einstellung der Chemiewaffen-Entwicklung in Russland in den 90er Jahren arbeitete Leonid Rink nach eigenen Angaben für pharmazeutische Unternehmen. In den Interviews für russische Staatsmedien bezeichnete er sich als Hauptentwickler des Nervengiftes der Nowitschok-Gruppe und behauptete, dass die Vergiftung von Alexei Nawalny keine Hinweise auf die Verwendung dieser Chemiewaffe hervorbringe. Später veröffentlichten Ärzte der Berliner Charite einen medizinischen Bericht zur Vergiftung von Alekej Nawalny in der Fachzeitschrift Lancet. Der Bericht legte offen, dass Alexej Nawalny Symptome einer Vergiftung mit einem Cholinesterase-Hemmstoff (die Substanz Nowitschok gehört zu dieser Gruppe) zeigte. Auch Labortests in Deutschland, Schweden und Frankreich fanden Spuren von Nowitschok in den Proben von Alexei Navalny.

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